Freude als innerer Kompass
Ein bekanntes Gedicht von Schiller ist die „Ode an die Freude“. Sogar Beethoven lies sich am Ende seiner 9. Symphonie zu einer teilweisen Vertonung hinreißen. Warum hat die Freude Dichter und und Komponisten zu so unvergesslichen Werken inspiriert? Warum ist sie so wichtig? Diese Fragen sind eigentlich zu komplex für einen Blogartikel, ich will es trotzdem versuchen.
Eines ist klar: wir alle freuen uns gerne, und die Freude ist ein schönes Gefühl. Wir freuen uns über Geschenke, materielle wie auch einen schönen Sonnenaufgang. Aber hinter diesem Thema steckt mehr.
Wir werden mit dem natürlichen Instinkt geboren, der Freude zu folgen. Und genau das machen Kinder auch. Freilich sind die Kinder mit ihren natürlichen Instinkten nicht so gut gegen Gefahren in unserer Zivilisation geschützt wie vor den Tücken in der Natur. Die natürliche Abneigung von Kindern gegen das Essen von Pflanzen hat sie zu Urzeiten gegen Giftpflanzen geschützt, für den Straßenverkehr haben sie allerdings keine Instinkte mitbekommen. Es wäre heute also gefährlich, Kinder IMMER der Freude folgen zu lassen. Merke: hier ist nicht der Instinkt zur Freude das Problem, sondern unsere unnatürliche Lebensweise! Auch diese hat – kosmisch gesehen – seinen Zweck, aber dazu ein andermal mehr.
Die Natur jenseits des Verstandes
Gestern war ich eine Runde im Wald laufen. Dabei sind mir wieder einmal die großen Schilder des hiesigen "Walderlebnispfades" aufgefallen. Da werden allerhand Naturphänomene im Wald thematisiert. Ist natürlich auf den ersten Blick eine schöne Sache, weil auch die Leute, denen der Bezug zur Natur fehlt, wenigstens die Aufmerksamkeit auf der Verstandesebene dann dorthin lenken und vielleicht mehr sehen, wenn sie in ihre Probleme versunken auf den Waldwegen herum spazieren. Ein Punkt, der schade ist, dass es wieder einmal die Sache in den Verstand schiebt und möglicherweise damit verhindert, dass die Phänomene so richtig erlebt werden. Es haben schon viele Weise gesagt, dass man den Tieren und Pflanzen ihren Zauber nimmt, wenn man sie benennt.
